Wintech Racing: Klaus Filter

Die WinTech Rennboote sind von dem bekannten Bootskonstrukteur und Schiffsbauingenieur Klaus Filter, dem ehemaligen Vorsitzenden der FISA Materialkommission, entworfen. Die 30 Jahre bis zur Wiedervereinigung Deutschlands war Klaus Filter Direktor für Forschung und Entwicklung beim ostdeutschen Ruderverband. Mit den von Klaus Filter entworfenen Booten wurden mehr Goldmedaillen gewonnen als von allen anderen Bootskonstrukteuren. Immer auf der Suche nach Verbesserungen war es Klaus in seiner nun 10-jährigen Zusammenarbeit mit dem Hersteller der WinTech Rennboote, der Flying Eagle Boat Company, gelungen in der Optimierung der Formen und der Rennboottechnologie einem weiteren Sprung nach vorn zu machen. Klaus hat die Bootsbauer von Flying Eagle darin ausgebildet die fortschrittlichsten Herstellungsverfahren und Materialen anzuwenden und hat auf diese Weise eine Synergie zwischen chinesischem Qualitätshandwerk und westlichem Ruderwissen geschaffen. Das hervorragende Ergebnis sind Rennruderboote, die internationalen Ansprüchen gerecht werden, aber trotzdem zu erschwinglichen Preisen hergestellt werden können. Wer einmal in einem von Klaus Filter entworfenen Rennboot gefahren ist, wird dieses bestätigen können.

Hier sind einige Höhepunkte von Klaus Filters Karriere:

1946 Klaus begann seine Ruderlaufbahn im Nachkriegs-Ostdeutschland zu einer Zeit, als der Bedarf zunahm, die durch den Krieg in Mitleidenschaft gezogenen Boote zu reparieren oder zu ersetzen. 1949 begann er eine Lehre bei dem bekannten Bootsbauer Pirsch und konnte auf diese Weise sowohl seinen geliebten Sport ausüben als auch seinen Lebensunterhalt verdienen.
1950sAls beständiges Mitglied der Nationalmannschaft der Deutschen Demokratischen Republik gewann er die Deutsche Meisterschaft im Leichtgewichts-Einer. In Anerkennung seiner technischen Begabung übertrug ihm der ostdeutsche Sportbund die Verantwortung für die technische Entwicklung für den Rudersport.
1960Entwicklung des weltweit ersten Kunststoffruderboots, eine der bedeutendsten Entwicklungen in der Geschichte des Rudersports. Eines dieser Boote, ein Zweier ohne Stm., belegte einen vierten Platz auf den Olympischen Spielen 1960 in Rom und die Ruderwelt horchte auf.
1961Gründete mit zwei Kollegen das berühmte ostdeutsche FES (Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten). Diese Einrichtung war beauftragt mit der Analyse und ständigen Weiterentwicklung der Sportgeräte, die vom sehr erfolgreichen ostdeutschen Sportverband eingesetzt wurden.
1965Studienabschluss in Schiffbautechnik an der Universität Rostock, die bereits 1419 gegründet worden war und im Zentrum der Schiffbauregion an der deutschen Ostseeküste ihren Sitz hat.
1972 und 1976Klaus wurde für seine Arbeit an der FES zweimal mit dem Ostdeutschen Preis für Wissenschaft und Technik ausgezeichnet. Während dieser Zeit expandierte die FES, zu Rudern kam noch die Kanuten und Segeln hinzu. Schließlich beschäftigte man sich mit allen Sportarten, bei denen Sportgeräte benutzt wurden und die Zahl der Mitarbeiter stieg auf über 250.

Seine Verbindung mit FES gab Klaus die unübertroffene und finanziell unbeschränkte Möglichkeit empirisch jeden möglichen Faktor von Mensch und Material zu testen, der die Geschwindigkeit und die Stabilität eines Rennbootes beeinflussen könnte. Ein Beispiel für dieses ausgeklügelte Testen war eine 285 m Strecke mit einem beweglichen Balken, der über ihr aufgehängt war. Von diesem Balken führten Kabel zu jedem messbaren Bestandteil des Bootes, der Ruder und der Sportler. So konnte z.B. das Verhalten eines Achters unter voller Belastung bei allen Renngeschwindigkeiten ausgiebig getestet werden.

Während dieser Zeit ermittelte und dokumentierte Klaus für jede Bootsgröße von Einer bis Achter die Auswirkungen jeder von innen und außen einwirkenden Kraft, durch die Geschwindigkeit und Stabilität beeinflusst wird. Er war der einzige Bootskonstrukteur, der die menschliche Resonanzzeit als Reaktion auf die Kippbewegungen eines Bootes berechnete und diese Daten benutzte, um die Bootsform und die benetzte Oberfläche seiner Entwürfe entsprechend zu optimieren.

Beispiele dieser immensen Forschungsarbeit schließen die Anteile des Bootes, der Ruder und der Sportler am Luftwiderstand ein wie auch Tabellen in Sekunden für die Auswirkungen von Wind mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und aus unterschiedlichen Richtungen. Zusätzliche Analysen zeigen den Wasserwiderstand unterschiedlicher Bootsquerschnitte im Verhältnis zu ihrer unterschiedlichen Kippstabilität. Er hat auch für jeden Bootstyp die Veränderungen der Zeiten durch unterschiedliche Wassertemperaturen berechnet. Einige seiner faszinierendsten Tests befassten sich mit dem, was als Vortriebseffizienz bezeichnet wird. Dieser Wert ermittelte die Auswirkungen unterschiedlicher Rudertechniken auf die Bootsgeschwindigkeit.

1979Gründungsmitglied der FISA Materialkommission und stand der Kommission von 1990 - 2000 vor.

Klaus nahm sich den Auftrag der Materialkommission, die Verbreitung des Rudersports weltweit zu fördern, sehr zu Herzen. Er besuchte Dutzende Entwicklungsländer, bildete Leute darin aus, wie man Boote baut und repariert, und förderte so die zunehmende Verbreitung des Rudersports. Er überbrachte gespendete Boote um Förderprogramme zu starten und überließ seine Bootsentwürfe kostenlos, damit im Rahmen dieser Programme in den betreffenden Ländern auch eigene Boote gebaut werden konnten. (2002 erhielt Klaus die Verdienstmedaille der FISA für 20 Jahre selbstlosen Einsatzes für die Verbreitung des Rudersports.)
1993Nach 33 Jahren endete seine Dienstzeit bei der FES, seinen Einsatz für weiteren Fortschritt im Rudersport führte Klaus aber weiter fort, ebenso wie seine engagement bei der Materialkommission, das er 2000 beendete.
1994 bis heuteKlaus entschloss sich mit der Flying Eagle Boat Company zusammenzuarbeiten, da diese sich stark für die Entwicklung der Ruderei einsetzten wollte. In den zurückliegenden 10 Jahren hat Klaus mitgeholfen, die Technologie und die Qualität der Boote, die Flying Eagle herstellt, zu verbessern.
2004Klaus hält sich mehrere Monate im Jahr in China auf, und trägt so mit dazu bei, dass die Rennboote, die unter den Namen "WUDI" und "WinTech" weltweit vertrieben werden, die höchsten Standards erfüllen und den Anforderungen, die im Spitzensport gestellt werden, gerecht werden, und das zu erschwinglichen Preisen.
2005Die von Klaus entwickelten neuen, unter anderem selbstentleerenden Bootsformen gehen in Produktion. Eine neue Technologie mit vorimprägnierten, unidirektional verlegten Kohlefasern, die "trocken" verarbeitet und unter der Einwirkung von Hitze und Druck ausgehärtet werden, führt zu den wohl steifesten Bootskörpern im Rennrudersport.